Was ist drin im Hausmüll

Mittwoch, 01. Januar 2014

Bürger im Rheingau-Taunus-Kreis kennen sich aus in Sachen Abfalltrennung. Die Verwertungsquote der Siedlungsabfälle im Kreisgebiet hat Vorbildcharakter! Dieses Ergebnis liefert eine Hausmüllanalyse welche im vergangenen Jahr im Rheingau-Taunus-Kreis durchgeführt wurde. Ziel war es die anfallende Abfallmenge pro Kropf zu ermitteln sowie deren Zusammensetzung genauer zu analysieren, um eine belastbare Datengrundlage für zukünftige abfallwirtschaftliche Planungen zu schaffen. Das jährliche Hausmüllaufkommen beträgt demnach 91 kg je Einwohner und besteht zu rund 46 % aus Restabfällen. Weitere wesentliche Anteile stellen organische Abfälle (25%), sonstige Wertstoffe (20%) sowie Verpackungen (8%). Andere Fraktionen, wie beispielsweise Sonderabfälle (0,2%) finden so gut wie keine Relevanz.
Der Rheingau-Taunus-Kreis nimmt mit einer Verwertungsquote von 75% aller anfallenden Siedlungsabfälle eine Spitzenposition ein. Um weitere Verwertungspotentiale aufzudecken wurde der Anteil des Hausmülls, welcher aktuell bei 22% liegt, anhand dieser Analyse einer separaten Untersuchung unterzogen. Ziel war es dabei sowohl die Anteile an verwertbaren Bestandteilen und Problemstoffen, als auch den Anteil an Elektroschrott im Hausmüll zu ermitteln.
Die Analyse erfolgte sowohl im Untertaunus als auch im Rheingau, um kreisweit ein umfassendes Bild der aktuellen Ist-Situation zu erlangen. Dazu wurden in vier Städten bzw. Gemeinden im Kreisgebiet repräsentative Proben genommen und diese anschließend auf ihre Zusammensetzung untersucht. Dabei wurde der Abfall in 36 Fraktionen getrennt, um die Anteile der jeweiligen Stoffgruppen exakt bestimmen zu können.
Die Ergebnisse der Hausmüllanalyse bestätigen dass die Verwertungsquote im Rheingau-Taunus-Kreis einen überdurchschnittlich hohen Wert erreicht. Laut des Gutachtens kann das Hausmüllaufkommen auf mittlere Sicht lediglich um 1,9% verringert werden, was einer absoluten Einsparung von 1 kg Hausmüll pro Kopf und Jahr entspricht. Das Einsparpotential liegt dabei lediglich bei den Abfallgruppen der Organischen Abfälle (1%) sowie den sonstigen Wertstoffen (8%). Jedoch ist aufgrund dieser geringen Werte künftig nicht mit einer weiteren Reduzierung des Hausmüllaufkommens zu rechnen.
Das Gutachten bescheinigt dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft in Anbetracht der durchweg überzeugenden Ergebnisse eine sehr erfolgreiche Arbeit. Insgesamt enthält das Hausmüllaufkommen im gesamten Kreisgebiet derzeit so gut wie keine Verwertungspotenziale mehr, was für eine hohe Effizienz des Sammelsystems spricht.
Weitere Informationen finden Sie in der
Kurzfassung der Ergebnisse

Reuther
Betriebsleiter

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