Zuwachs bei den Repair-cafes

Montag, 18. Juli 2016

Aarbergen, Heidenrod und Hohenstein starten eigenes Repair Café

Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste!

Die Akteure der eigens gegründeten Projektgruppe Repair Café organisieren am Samstag, 06.08.2016, das erste Repair Café in Hohenstein-Holzhausen. Die Idee dazu entstand im Rahmen des Runden Tisches Klimaschutz, einem Projekt des interkommunalen Klimaschutzmanagements der Kommunen Aarbergen, Heidenrod und Hohenstein.

In der Alten Schule Holzhausen, Festerbachstr.28, dreht sich am Samstag, 06.08. 2016, alles ums Reparieren. Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr stehen verschiedene ehrenamtliche Reparateure zur Verfügung, um kostenlos bei allen möglichen Reparaturen zu helfen. Verschiedene Werkzeuge und Materialien sind vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von Zuhause mit. Toaster, Lampen, Föhne, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug,…alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist, kann mitgebracht werden. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt! Die Fachleute im Repair Café wissen fast immer eine Lösung. Der Schwerpunkt soll bei der Auftaktveranstaltung auf kleineren Elektrogeräten liegen, aber auch bei anderen Gegenständen wird versucht werden eine Lösung zu finden. Weitere thematische Schwerpunkte werden folgen. Auch wer nichts zu reparieren hat, ist zum Reinschnuppern und gemütlichen Austausch bei Kaffee & Kuchen (gegen freiwillige Spende), organisiert von der Arbeitsgruppe Dorferneuerung Holzhausen, herzlich eingeladen.

Indem sie Werbung fürs Reparieren macht, möchte Klimaschutzmanagerin Laura Gouverneur zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das ist sehr notwendig, findet auch Mitinitiatorin Lieselotte Henkel „Wir alle werfen unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im System. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern.“

Das Repair Café ist auch dazu gedacht, Menschen in der Nachbarschaft auf neue Art und Weise wieder miteinander in Kontakt zu bringen. Sodass sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind: „Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet“, findet der Hohensteiner Bürgermeister Daniel Bauer. Er und seine Bürgermeisterkollegen Volker Diefenbach und Udo Scheliga stehen voller Überzeugung hinter dem Projekt. „Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten in der Nachbarschaft führen.“

Klimaschutzmanagerin Laura Gouverneur weist ebenfalls darauf hin, dass eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe einspart und zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt. „Aber wir wollen mit dem Repair Café vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist.“

 Konzept Repair Café

Das Konzept Repair Café ist 2009 in Amsterdam entstanden. Es ist eine Initiative von Martine Postma, damals Journalistin und Publizistin. Sie gründete 2010 die Stiftung "Stichting Repair Café" (siehe Repaircafe.org). Diese Stiftung unterstützt örtliche Gruppen weltweit, die ihr eigenes Repair Café beginnen wollen.

Die Projektgruppe der Kommunen Aarbergen, Heidenrod und Hohenstein will nach dem Start am 06.08. regelmäßig ein Repair Café organisieren.

Neuigkeiten über Daten und Orte der kommenden Ausgaben des Repair Cafés folgen umgehend.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Laura Gouverneur, Tel.: 06120-2954 oder laura.gouverneur@hohenstein-hessen.de . Besuchen Sie auch unsere Webseite www.klimaschutz-bei-uns.de

 

 

Zurück zur Übersicht