Bauabfälle richtig sortieren

Bauschutt auf dem Wertstoffhof Idstein

Bei Renovierungen, Reparaturen oder Baumaßnahmen fallen die unterschiedlichsten Materialien wie Mauersteine, Putz, Metallschrott oder Isoliermaterial an. Diese verschiedenen Bauabfallstoffe zu trennen macht Sinn. Am einfachsten geschieht dies bereits während der Baumaßnahme an der Anfallstelle der Abfallstoffe.

Abfälle können nur dann effektiv und umweltschonend verwertet oder entsorgt werden wenn sie sortenrein gesammelt werden.

Die Verwertung von Abfällen hat Vorrang vor deren Beseitigung.

Bauabfälle sind auf ihre Verwertbarkeit zu prüfen und nach ihren Verwertungswegen entsprechend getrennt zu sammeln. Das Verwertungsgebot gilt im Besonderen für unbelasteten Erdaushub und unbelasteten Bauschutt.

Für den Abbruch oder Rückbau eines Gebäudes bedeutet dies, dass durch Maßnahmen vor und während der Bauarbeiten die Verwertung unbelasteten Bauschutts ermöglicht werden muss.

Augenscheinlich belastete oder verunreinigte Böden müssen auf ihren Schadstoffgehalt hin beprobt werden.

Schadstoffhaltige Abfälle sind als Sonderabfälle bzw. als gefährliche Abfälle unter Maßgabe von § 3 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW / AbfG vom 6.10.94) zu entsorgen. Die Nachweispflichten des Abfallerzeugers sind zu beachten.
Kleinere Mengen Sonderabfall (bis 500 kg pro Jahr) können bei der Sonderabfall-Kleinmengensammlung des EAW abgegeben werden.

Verantwortlich für die ordnungsgemäße Verwertung, bzw. Beseitigung der durch eine Baumaßnahme anfallenden Materialien ist der Bauherr bzw. der Grundstücksbesitzer, auch wenn er sich dazu eines Dritten (z.B. einer Entsorgungsfirma) bedient.