Schadstoffe - Kleine Menge große Wirkung

Gefährliche Abfälle sind nicht nur ein Problem der Industrie.
Auch in Privathaushalten und im Kleingewerbe fallen nicht zu unterschätzende Mengen schadstoffhaltiger Abfälle an. Viele kleine Helfer im Haushalt, in der Hobbywerkstatt, im Büro oder für das Auto enthalten giftige Substanzen und dürfen nicht in die Restmülltonne oder in den Abfluss gegeben werden.

Schadstoffhaltige Abfälle werden gesondert vom Restmüll und den Wertstoffen durch das Schadstoffmobil eingesammelt. Die Sammlungstermine sind im Abfallkalender vermerkt.

Hinweise über die Giftigkeit und Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe geben folgende Symbole auf den Verpackungen der Produkte:

Gefahrstoffsymbole

Artikel mit diesen Symbolen bringen ein Gefährdungspotential mit sich und verlangen einen besonders sorgsamen Umgang. Reste dieser Artikel sind Sonderabfall und müssen fachgerecht über die Schadstoffsammlung entsorgt werden.

Beachten Sie, dass mit diesen Gefahrensymbolen nicht alle schadstoffhaltigen Produkte gekennzeichnet sind und diese dennoch über die Schadstoffsammlung entsorgt werden müssen.

Tipps zur Vermeidung von Sonderabfällen

Die meisten Haushaltschemikalien sind Sonderabfall und sollten so weit möglich vermieden werden. Für einige der „chemischen Keulen" gibt es brauchbare und wirkungsvolle Alternativen.

Achten Sie auf das Umweltzeichen „Blauer Engel". Damit werden Produkte ausgezeichnet, die im Vergleich zu anderen Produkten mit demselben Gebrauchszweck besonders umweltfreundlich sind. Farben und Lacke gibt es auch ohne schädliche Lösemittel.

Giftige Holzschutzmittel sind im Innenbereich überflüssig. Wenn im Außenbereich nicht auf behandelte Hölzer verzichtet werden kann, sollten druckimprägnierte Hölzer gewählt werden

Desinfektionsmittel sind meist überflüssig. Aggressive Reinigungsmittel enthalten oft Salz-, Schwefel- oder Ameisensäure in hohen Konzentrationen. Auch mit Scheuerpulver, Schmier- oder Flüssigseife, Essig, Spiritus und Spülmittel wird in der Regel alles sauber.

Fleckentferner, die chlorierte Kohlenwasserstoffe enthalten, können oft durch umweltfreundlichere Hausmittel ersetzt werden.

Ätzende Abflussreiniger werden überflüssig, wenn keine festen Stoffe in die Toilette oder Waschbecken gegeben werden. Oft hilft bei Rohrverstopfung eine mechanische Reinigung des Abflusses.

Statt Batterien können auch wiederaufladbare Akkus benutzt werden. Um Batterien oder Akkus ganz zu vermeiden, sollten elektrische Geräte im Haus immer über das Stromnetz betrieben werden. Umweltfreundlich sind solarbetriebene Geräte wie z.B. Taschenrechner und Uhren.

Giftige Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sind im Garten meist unnötig. Durch Mischkulturen und biologischen Pflanzenschutz wie natürliche Spritzbrühen und mechanische Methoden können Nutz- und Zierpflanzen geschützt werden.